Was ist Watson?

Wie ich heute in der NZZ (Artikel online nicht zugänglich) erfahren habe, hat IBM ein intelligentes „Question-Answering“-System namens Watson entwickelt. Es soll in der Quiz-Sendung Jeopardy antreten und gegen Menschen gewinnen.

IBM beschreibt das System als….

“…Code-named “Watson,” the IBM computing system is being designed to rival the human mind’s ability to determine precise answers to natural language questions and to compute accurate confidences in the answers. According to Dr. David Ferrucci, leader of the project team, “The confidence processing ability is key to winning at Jeopardy! and is critical to implementing useful business applications of Question Answering.” Watson will also incorporate massively parallel analytical capabilities and, just like human competitors, Watson will not be connected to the Internet or have any other outside assistance.”

Ein schöne Idee und wohl der offizielle Nachfolger des Schachcomputers Deep Blue, dem es 1996 gelang den amtierenden Schachweltmeister Gari Kasparow zu schlagen. Watson soll gemäss IBM in der Lage sein, die Semantik hinter Wörtern zu erkennen und relevante von nicht relevanten Informationen trennen können.

Speziell am System ist, dass es keine Verbindung zum Netz benötigt, sondern alle nötigen Informationen und Datenbanken lokal speichert, in Dateien, die gemeinsam ein paar Giga gross sind. Die Technik basiert auf UIMA, der von IBM initiierten und entwickelten Architektur zur Analyse unstrukturierter Daten.

Ein Video gibt’s hier:

Weitere Informationen: Tech-FAQ von IBM, Golem

UPDATE: 24.5.2009: Die Sonntags Zeitung beschreibt heute die Funktionsweise von Watson folgendermassen:

Watson muss daher weit cleverer programmiert werden als eine Suchmaschine. Erst einmal muss die Software den relevanten Inhalt aus der Aussage herausschälen, Korrelationen zwischen den bedeutenden Wörtern herstellen, mehrdeutige Begriffe, Wortspiele und verdeckte Hinweise korrekt einordnen, um so schliesslich den Sinn der Aussage zu erfassen. Dann muss Watson das Suchwort ableiten, um das es eigentlich geht – im Beispiel wäre das die «Hintertür» oder das «Hinterzimmer», und abschätzen, wie zuverlässig er die korrekte Frage formulieren kann. «Fühlt» sich Watson unsicher, sollte er sich nicht durch Drücken des Knopfes ins Spiel bringen – denn muss er passen, würde er mit einem überproportional hohen Geldverlust bestraft.

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