18 Thesen, die ich mit NZZ-Chefredakteur Markus Spillmann diskutieren würde…,

…wenn ich heute Abend mit ihm beim NZZ Mediatalk über die Zukunft der Leitmedien spräche. Thema ist “Druck auf die Tageszeitungen und mögliche Auswege aus der Krise”.

  1. Das Inhaltebündel ist tot: Grund Wegfall der Quersubventionierung der teuren Auslandberichterstattung durch Rubrikinserate.
  2. Micropayments für Inhalte: Problem bei der Entbündelung
  3. Link Ökonomie: Do what you do best, link to the rest.
  4. Pay-Content als Gefangenen-Dillemma. @rupert. Paycontent funktioniert nur wenn alle mitmachen. Derjenige, der die Mauer durchbricht hat einen kompetitiven Vorteil, weil er plötzlich den ganzen Traffic der Kostenlos-Nutzer gewinnt.
  5. Forderung: Zugänglichkeit, Offenheit, offene Archive mit Permalinks, Verzicht auf den angekündigten Paywall
  6. Falls Paywall, dann nach Modell Financial Times, allerdings mit mehr freien Artikeln pro Tag und Person, ansonsten werden Zufalls-Surfer vertrieben
  7. Falls Paywall, dann einen unkomplizierte Branchenweite Lösung mit offenen Standards. Google bietet übrigens eine mögliche Lösung
  8. Google ist nicht nur der wichtigste Zulieferer von Traffic, sondern auch der wichtigste Zulieferer von Inhalten, wie viele wissenschaftliche Studien zeigen. Journalisten lieben die Suchmaschine, ersetzt sie doch den mühsamen Griff zum Telefon
  9. Zeitung produzieren immer mehr vom selben, anstatt Vielfalt. Das führt auch zu Skurrilem
  10. Wir haben nie für Inhalte bezahlt. Wir haben immer lediglich für Produktionskosten und Distribution des Trägermediums Geld in die Hand genommen
  11. Die Werbequalität pro Franken hat sich mit Internet-Werbeangeboten (insbesondere AdWords) deutlich verbessert
  12. Journalismus ist nich tot, nur das alte Geschäftsmodell. Grund: Der Wegfall des quasi-monopolistischen Zugangs zu Werbezielgruppen
  13. Guter Journalismus braucht kein Papier
  14. Stärkung der Online-Strategie, damit der Traffic Trafficverlust aufgefangen werden kann
  15. Inhalte in allen möglichen Formaten zugänglich machen (APIs, RSS, ATOM, JSON), so dass andere Anbieter ihre Innovationen darauf aufbauen können.
  16. Aggregatoren umwerben und nicht bekämpfen. Sie bringen Traffic
  17. Lokale (Hyperlokale) Angebote verbessern. Sie sind dank Mashup-Technologie kostengünstig zu realisieren und bringen gut vermarktbare Zielgruppen. (die Anderen könnens schliesslich auch)
  18. “The New New York Times”: Ach, Wie könnte die New York Times rentieren, wenn man ihr das Geschäftsmodell von Techcrunch überstülpen würde (nur Online, kein overhead)
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