…wenn ich heute Abend mit ihm beim NZZ Mediatalk über die Zukunft der Leitmedien spräche. Thema ist “Druck auf die Tageszeitungen und mögliche Auswege aus der Krise”.
- Das Inhaltebündel ist tot: Grund Wegfall der Quersubventionierung der teuren Auslandberichterstattung durch Rubrikinserate.
- Micropayments für Inhalte: Problem bei der Entbündelung
- Link Ökonomie: Do what you do best, link to the rest.
- Pay-Content als Gefangenen-Dillemma. @rupert. Paycontent funktioniert nur wenn alle mitmachen. Derjenige, der die Mauer durchbricht hat einen kompetitiven Vorteil, weil er plötzlich den ganzen Traffic der Kostenlos-Nutzer gewinnt.
- Forderung: Zugänglichkeit, Offenheit, offene Archive mit Permalinks, Verzicht auf den angekündigten Paywall
- Falls Paywall, dann nach Modell Financial Times, allerdings mit mehr freien Artikeln pro Tag und Person, ansonsten werden Zufalls-Surfer vertrieben
- Falls Paywall, dann einen unkomplizierte Branchenweite Lösung mit offenen Standards. Google bietet übrigens eine mögliche Lösung
- Google ist nicht nur der wichtigste Zulieferer von Traffic, sondern auch der wichtigste Zulieferer von Inhalten, wie viele wissenschaftliche Studien zeigen. Journalisten lieben die Suchmaschine, ersetzt sie doch den mühsamen Griff zum Telefon
- Zeitung produzieren immer mehr vom selben, anstatt Vielfalt. Das führt auch zu Skurrilem
- Wir haben nie für Inhalte bezahlt. Wir haben immer lediglich für Produktionskosten und Distribution des Trägermediums Geld in die Hand genommen
- Die Werbequalität pro Franken hat sich mit Internet-Werbeangeboten (insbesondere AdWords) deutlich verbessert
- Journalismus ist nich tot, nur das alte Geschäftsmodell. Grund: Der Wegfall des quasi-monopolistischen Zugangs zu Werbezielgruppen
- Guter Journalismus braucht kein Papier
- Stärkung der Online-Strategie, damit der Traffic Trafficverlust aufgefangen werden kann
- Inhalte in allen möglichen Formaten zugänglich machen (APIs, RSS, ATOM, JSON), so dass andere Anbieter ihre Innovationen darauf aufbauen können.
- Aggregatoren umwerben und nicht bekämpfen. Sie bringen Traffic
- Lokale (Hyperlokale) Angebote verbessern. Sie sind dank Mashup-Technologie kostengünstig zu realisieren und bringen gut vermarktbare Zielgruppen. (die Anderen könnens schliesslich auch)
- “The New New York Times”: Ach, Wie könnte die New York Times rentieren, wenn man ihr das Geschäftsmodell von Techcrunch überstülpen würde (nur Online, kein overhead)