November 25, 2009...8:32 am

Die fachliche Autorität von Algorithmen

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Daran habe ich auch schon rumgeknabbert, aber natürlich konnte ichs nicht so schön auf den Punkt bringen wie Herr Shirky in seinem Blog-Post von letzter Woche (auch wenn er sagt, dass es noch ein bisschen ein “ramble” sei).

Er definiert algorithmische Autorität als die Fähigkeit von Algorithmen, aus einer Menge an nicht grundsätzlich glaubwürdigen Quellen ein Informationsprodukt zu generieren, das glaubwürdig ist, ohne dass es eine glaubwürdige menschliche Quelle bedarf, die das Resultat verifiziert:

“Algorithmic authority is the decision to regard as authoritative an unmanaged process of extracting value from diverse, untrustworthy sources, without any human standing beside the result saying “Trust this because you trust me.”

Diese fachliche Autorität hat drei charkteristische Eigenschaften: Erstens verarbeitet sie Informationen aus vielen Quellen, die nicht auf ihre Glaubwürdigkeit überprüft wurden. Zweiten produziert sie gute Resultate, die die Bedürfnisse der Menschen befriedigen. Drittens sind sich die Nutzer bewusst, dass auch andere Nutzer diese Tools nutzen. Damit werden die Algorithmen zur fachlichen Autorität.
Natürlich gibt es intelligente Menschen, die eine solche algorithmischen Fachautorität kritisieren würden (aktuelle zum Beispiel Herr Schirrmacher mit seinem Buch). Dies ändert aber nichts an der Tatsache, das Autorität in erster Linie eine soziale Abmachung ist und nicht unbedingt eine kulturell unabhängige Variabel. Oder in den Worten von Herrn Shirky:

“An authoritative source isn’t just a source you trust; it’s a source you and other members of your reference group trust together. This is the non-lawyer’s version of “due diligence””


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